Mit der Forschung der Forschungsgruppe „Qualität von Pflanzen für die menschliche Ernährung“ (QUALITY 1) tragen wir dazu bei, durch innovative Lösungsansätze zukunftsorientierte Agrar- und Ernährungssysteme für eine nachhaltige, ausreichende und gesunde Ernährung in einem sich ständig wandelnden Umfeld zu gewährleisten.
Dazu gehören die Erforschung alternativer Nahrungsquellen, die Erprobung von Recyclingdüngern und die Entwicklung innovativer urbaner und ländlicher Kultivierungs- und Produktionssysteme.
Diese Forschungsergebnisse fließen in den Transformationsprozess zur Entwicklung nachhaltiger und resilienter Agrarsysteme ein (Projekt Agrarsysteme der Zukunft). Hierzu gehört die Erforschung alternativer Nahrungsquellen wie Meeresgemüse. Hier konzentrieren wir uns auf Makroalgen und ihre integrative Indoor-Kultivierung im städtischen Raum einzeln oder gemeinsam mit weiteren alternativen Nahrungsquellen wie Halophyten (Salzpflanzen), Quallen und Grillen (Projekt food4future).
Innovative Anbautechniken erfordern die Entwicklung und die Anwendung neuartiger Materialien inklusive Funktionsintegration von Temperatur- und Licht-Einheiten (Projekte food4future, NaFuVer) sowie die Entwicklung und den Einsatz modernster Sensortechnologie (Projekt NaFuVer).
Lokale Pilotanlagen zur gezielten Hochskalierung und Integration innovativer landbasierter Meeresgemüse-Kultivierungsansätze demonstrieren zudem regionale Kooperation von etablierten und sich entwickelnden Unternehmen für neuartige und nachhaltige Produktionssysteme (Project SolKubiM).
Zudem ist die Schließung von Nährstoffkreisläufen – insbesondere für kritische biologische Ressourcen wie Stickstoff und Phosphor – durch die Entwicklung und den Einsatz von Recyclingdüngern aus menschlichen Sanitärabfällen beispielhaft für eine nachhaltige, zirkuläre Agrarproduktion (Projekte P2GreeN und zirkulierBAR). Partizipation und Praxisnähe sind auch hierbei wichtig für eine gelungene Transformation und einer gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz, so dass unsere Forschungsergebnisse über den Brückenschlag eines erfolgreichen Wissens- und Technologietransfers in deutschen Stadtgärten umgesetzt wird (Projekt U-Cycle).
Die Akzeptanz neuer agrarwirtschaftlicher und gartenbaulicher Konzepte hängt auch maßgeblich davon ab, wie gut sie kommuniziert und somit in die Gesellschaft integriert werden können. Daher nutzen wir verschiedene moderne Kommunikationsformate, um im partizipativen Dialog transparente Information zu unseren Forschungsergebnissen an die interessierte Öffentlichkeit und weitern Stakeholdern weiterzugeben (Projekte Agrarsysteme der Zukunft, food4future, P2GreeN, zirkulierBAR, U-Cycle).