Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Hoher Anteil an Wissenschaftlerinnen auf allen Ebenen am IGZ

12. Februar 2024
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IGZ © sevens[+]maltry
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Am vergangenen Sonntag, dem 11. Februar, wurde der „Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ bereits zum neunten Mal begangen. Noch immer ist die weltweite Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft eine bestehende Herausforderung. Auch in Deutschland ist diese Tendenz nach wie vor spürbar. Dies gilt vor allem für die fortgeschrittenen akademischen Qualifikationsstufen. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Zahlenverhältnisse am Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ).

Das Großbeerener Forschungsinstitut beschäftigt 110 Personen (Stand 31.12.2023), von dem etwa die Hälfte als Wissenschaftler*innen tätig sind. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist das Institut aktuell gut aufgestellt: Der Frauenanteil im wissenschaftlichen Bereich beläuft sich am IGZ auf 54%, während der bundesdeutsche Durchschnitt des wissenschaftlichen Personals an außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Jahr 2022 bei 35% lag.

Während die Gruppe der Promovierenden am IGZ die Parität mit einem Frauenanteil von 40% knapp verfehlt, liegt dieser bei der Gruppe der Postdoktorand*innen mit 60%. In den drei Führungsebenen des IGZ, von der Forschungsgruppen- über Programmbereichs- bis hin zur höchsten Ebene der Institutsleitung, wird seit mehreren Jahren mindestens ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis erreicht und wissenschaftliche Exzellenz gefördert. Drei der in insgesamt vier Vorstandsmitglieder sind Wissenschaftlerinnen: die im Herbst 2022 neu angetretene Wissenschaftliche Direktorin, Prof. Dr. Nicole van Dam, sowie die stellvertretenden Wissenschaftlichen Direktorinnen, Dr. Rita Grosch und Prof. Dr. Monika Schreiner.

Dass das Institut seine exzellenten Wissenschaftlerinnen fördert, zeigen die beeindruckenden Karrieren vieler junger IGZ-Forscherinnen und Alumni. Ein Beispiel hierfür ist Dr. habil. Franziska Hanschen. Sie begann 2012 als Postdoktorandin und absolvierte mehrere Forschungsaufenthalte im Ausland, bevor sie die Leitung einer Junior-Forschungsgruppe am IGZ übernahm und in den folgenden Jahren habilitierte. Seit 2021 ist sie als reguläre Forschungsgruppenleiterin am IGZ aktiv.

Auch im wissenschaftsunterstützenden Personal, zu dem unter anderem Laborassistenzen gehören, ist der Anteil an Frauen am IGZ mit 70% sehr hoch.

Für das IGZ ist Chancengleichheit ein wesentlicher Bestandteil sowohl der strategischen Entscheidungen als auch der gelebten Wissenschaftskultur. Bei der Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und  Chancengleichheit orientiert sich das Institut an den Leibniz-Gleichstellungsstandards von 2016 und den formulierten Zielquoten der Leibniz-Gemeinschaft bis 2025. Im Jahr 2022 wurde am IGZ ein Gleichstellungsplan zur Förderung der Gleichstellung und Vielfalt eingeführt.

Das IGZ setzt sich nicht nur für Förderung der wissenschaftlichen Karrieren seiner Mitarbeiterinnen ein, sondern engagiert sich auch aktiv für die frühe Förderung der Begeisterung von Mädchen für wissenschaftliche Berufe – beispielsweise durch die jährliche Beteiligung am "Girls' Day". Weitere Informationen zu diesem Berufsorientierungstag ab der 5. Klasse finden Sie demnächst unter den Veranstaltungshinweisen.

Mehr über unsere IGZ-Forscherinnen, ihre Karrierewege und Strategien zeigen wir Ihnen ab dem 8. März zum Weltfrauentag.