Leibniz-Strategieforen
Leibniz-Strategieforum „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“
Das Leibniz-Strategieforum „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“ bündelt die interdisziplinäre Expertise der Leibniz-Gemeinschaft, um Zielkonflikte in landwirtschaftlichen und aquatischen Produktionssystemen systematisch zu adressieren. Im Fokus stehen die ökologischen Auswirkungen von Landwirtschaft und Fischerei sowie die gleichzeitigen Herausforderungen durch Klima- und Strukturwandel, wobei bislang holistische Modelle und übertragbare Lösungen fehlen. In dem Forum erarbeiten die Mitglieder gemeinsam mit Stakeholdern einen methodischen Rahmen und Forschungsansatz für nachhaltige Biomasseproduktionssysteme, auch unter Nutzung neuer Technologien und digitaler Ansätze.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechpersonen am IGZ: Prof. Dr. Nicole van Dam, Prof. Dr. Monika Schreiner
Leibniz-Strategieforum „Open Science“
Das Leibniz-Strategieforum „Open Science“ begleitet die Leibniz-Gemeinschaft strategisch bei der Weiterentwicklung im Bereich Open Science und fungiert als zentrale Anlaufstelle zu diesem Themenfeld. Es bündelt die Open-Science-Expertise der beteiligten Einrichtungen über alle Sektionen hinweg, stärkt die nationale und internationale Sichtbarkeit entsprechender Aktivitäten und schafft ein Umfeld für kooperative Forschung zu Erfolgsbedingungen von Open Science. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und veränderter Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten unterstützt das Strategieforum die Etablierung transparenter und nachvollziehbarer Forschungspraktiken und fördert eine Kultur der Offenheit in der Leibniz-Gemeinschaft.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Babette Regierer
Leibniz-Forschungsnetzwerke
Leibniz-Forschungsnetzwerke bearbeiten übergreifende Schwerpunktthemen oder Schlüsseltechnologien mit dem Ziel, Expertise und methodisch-technische Kompetenzen der beteiligten Leibniz-Institute zu bündeln, weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen. Das IGZ bringt sich aktiv in mehrere dieser Netzwerke ein und trägt dort mit seiner wissenschaftlichen Expertise zum institutsübergreifenden Austausch und zur gemeinsamen Profilbildung bei.
Weitere Informationen: Webseite der Leibniz-Gemeinschaft
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Biodiversität“
Die biologische Vielfalt (Biodiversität) ist die Grundlage für funktionierende und gesunde Ökosysteme, sichert Leistungen wie sauberes Wasser und fruchtbare Böden, Güter wie Nahrungsmittel und Rohstoffe, reduziert die Folgen von Klimaveränderungen und trägt zu resilienten und produktiven Lebensräumen bei. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Biodiversitätsziele mit zu bringen. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität bündelt dazu die Kompetenzen von 19 Leibniz-Einrichtungen aus Umwelt-, Sozial-, Lebens-, Raum-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften, um nachhaltige Lösungsvorschläge zu entwickeln.
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Ansprechperson am IGZ: Dr. Rita Grosch
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Grüne Ernährung – Gesunde Gesellschaft“
Das Netzwerk bündelt interdisziplinäre Kompetenzen aus Ernährung, Gesundheit, Umwelt, Biodiversität, Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung, um die Transformation hin zu einem gesunden und ressourcenschonenden Ernährungssystem voranzutreiben. Ziel ist es, Forschungsbedarfe zu identifizieren, interdisziplinäre Kooperationen zu initiieren sowie Nachwuchsförderung und wissenschaftlichen Austausch zu stärken. Zudem fördert das Netzwerk den Wissenstransfer in Politik und Öffentlichkeit, um nachhaltige Ernährungsstrategien gesellschaftlich zu verankern.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Monika Schreiner
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Mathematische Modellierung & Simulation (MMS)“
Das Netzwerk erforscht interdisziplinäre Fragestellungen durch moderne mathematische Methoden der Modellierung und Simulation (kurz: MMS), um Erkenntnisse aus großen Datensätzen zu gewinnen, Experimente effizienter oder virtuell durchzuführen und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Ziel ist es, Methoden mit Querschnittscharakter zu entwickeln, die in Natur-, Lebens-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften anwendbar sind und gesellschaftlich relevante Probleme wie Klima, Gesundheit oder Wirtschaft adressieren. Dabei werden komplexe Prozesse auf allen Raum- und Zeitskalen analysiert, um Risikoabschätzungen, Optimierungen und fundierte Prognosen zu ermöglichen.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Jan Gräfe
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Östliches Europa“
Das seit 2015 eingerichtete Netzwerk vereint die Leibniz-Kompetenzen zur osteuropabezogenen Forschung, um die Dynamik der Region und ihre internationalen Verflechtungen umfassend zu verstehen. Ziel ist es, disziplinübergreifende Forschung zu Energie-, Umwelt-, Sicherheits-, Migrations- und Identitätsthemen zu fördern und den Austausch zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik zu stärken. Dabei umfasst das Netzwerk die östlichen EU-Mitgliedsstaaten, südosteuropäische EU-Beitrittskandidaten, die Ukraine, Moldau, Belarus sowie Kaukasus- und Zentralasien-Staaten; Forschungen zu Russland finden statt, jedoch sind die Beziehungen seit dem Beginn der Invasion in die Ukraine eingefroren.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Tilman Brück
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Umweltkrisen – Krisenumwelten“
Das Netzwerk untersucht, unter welchen Bedingungen Umweltveränderungen als Krisen wahrgenommen oder bestritten werden und wie Governance-Arrangements ein wirksames und nachhaltiges Krisenmanagement unterstützen. Dabei werden naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven kombiniert, um die Wechselwirkungen zwischen Umweltveränderungen und gesellschaftlicher Wahrnehmung besser zu verstehen. Ziel ist es, die Resilienz von Gesellschaften gegenüber Umweltkrisen zu stärken und Krisenszenarien zugleich als Chance für eine nachhaltigere Entwicklung zu nutzen.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Tilman Brück
Leibniz-Forschungsnetzwerk „Wirkstoffe“
Biologisch aktive Substanzen natürlichen oder synthetischen Ursprungs spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie Krankheiten, Antibiotikaresistenzen, klimabedingten Ertragseinbußen und umweltbelastendem Pflanzenschutz. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Wirkstoffe“ bündelt die Expertise von Instituten aus vier Sektionen der Leibniz-Gemeinschaft, um eine bessere Integration entlang der Entwicklung bioaktiver Substanzen – von der Entdeckung bis zur Anwendung – zu erreichen. Ziel ist der Ausbau einer gemeinsamen thematischen Kommunikationsplattform, die den Austausch fachlicher, methodischer und technischer Kompetenzen zwischen den beteiligten Instituten sowie externen Partnern fördert.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Franziska S. Hanschen, Prof. Dr. Nicole van Dam
Leibniz-Labs
In den Leibniz-Labs arbeiten Institute der Leibniz-Gemeinschaft interdisziplinär mit Akteur*innen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um praxistaugliche Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Dabei wird das gebündelte Wissen der Gemeinschaft systematisch genutzt und in konkrete Transformationsprozesse eingebracht.
Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“
Das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ bündelt Wissen aus Wissenschaft und Gesellschaft, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung zu verstehen und systemische Lösungen zu entwickeln. In Pilotgebieten weltweit werden regionale Anforderungen mit globalen Entwicklungen verknüpft, um praxisnahe und ganzheitliche Ansätze zu fördern. Als zentraler Wissens- und Beratungshub der Leibniz-Gemeinschaft unterstützt das Lab den Austausch zwischen Forschungseinrichtungen, Wissenschafts-Communities und der Gesellschaft.
Weitere Informationen: Webseite | IGZ-Arbeitspaket
Ansprechpersonen am IGZ: Prof. Dr. Nicole van Dam, Prof. Dr. Tilman Brück, Prof. Dr. Monika Schreiner
COST-Actions
COST-Action CA22102 „European Network In CHEmical Ecology: translating the language of life into sustainability (E-NICHE)”
E-NICHE vereint die vielfältigen Disziplinen der chemischen Ökologie, um die europäische Forschung der chemischen Kommunikation zwischen Zellen, Mikroben, Pflanzen und Tieren in Europa zu koordinieren. Ziel ist es, eine pan-europäische, interdisziplinäre Gemeinschaft aufzubauen, Wissenslücken zu schließen, zugängliche Ressourcen bereitzustellen und das Wissen an Stakeholder und die Öffentlichkeit zu vermitteln. Durch Workshops, Trainingsmaßnahmen und länderübergreifende Kooperationen unterstützt E-NICHE die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft, um die funktionale Vielfalt chemischer Signale besser zu verstehen.
Laufzeit: 2023-2027
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Nicole van Dam
Cost-Action CA22142„Beneficial root-associated microorganisms for sustainable agriculture (ROOT-BENEFIT)”
Die Cost-Action „ROOT-BENEFIT“ vernetzt Forschende zu nützlichen wurzelassoziierten Mikroorganismen wie Mykorrhizapilzen, stickstofffixierenden Rhizobien sowie pflanzenwachstumsfördernden Bakterien und Pilzen, um deren Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft besser zu verstehen und zu nutzen. Ziel ist es, vorhandenes Wissen zu bündeln, Wissenslücken zu identifizieren, Datensätze auszuwerten und Strategien zur verbesserten Integration dieser Mikroorganismen in landwirtschaftliche Praxis und Züchtungsprogramme zu entwickeln. Darüber hinaus erarbeitet das Netzwerk Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und landwirtschaftliche Praxis und fördert den Wissenstransfer zu sozioökonomischen Akteur*innen.
Laufzeit: 2023-2027
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Katja Witzel
Cost-Action CA22144 „Sustainable use of salt-affected lands (SUSTAIN)”
Die COST-Action „SUSTAIN“ vernetzt weltweit wissenschaftliche Expert*innen und Praxisakteur*innen, um die nachhaltige Nutzung salzbelasteter Böden im Kontext von Ernährungssicherheit, Klimawandel und Nachhaltigkeit zu fördern. Ziel ist es, Wissen über Boden-, Wasser- und Pflanzenmanagement auf salzbetroffenen Flächen zu bündeln, bewährte Praktiken auszutauschen und politische Rahmenbedingungen zu entwickeln. Durch die Vernetzung von Forschung, Praxis und Stakeholdern soll der Wert salzbetroffener Böden maximiert und die Resilienz von Landschaften gestärkt werden.
Laufzeit: 2023-2027
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Katja Witzel (Mitglied des Managementkomittees)
Cost-Action CA22157„Reproductive Enhancement of CROP resilience to extreme climate (RECROP)”
„RECROP“ vernetzt Expert*innen aus der Agronomie, Biologie, Genetik, Bioinformatik und weitere Fachrichtungen, um die Reproduktionssensitivität von Kulturpflanzen unter Extremwetterbedingungen zu verstehen und resilientere Sorten zu entwickeln. Ziel ist es, genetische, molekulare und physiologische Grundlagen der Stressanfälligkeit zu identifizieren, Strategien zur Züchtung widerstandsfähiger Pflanzen zu erstellen und Leitlinien für nachhaltige Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz zu entwickeln. Durch Workshops, Trainingsmaßnahmen und politische Beratung fördert die Cost-Action zudem Nachwuchswissenschaftler*innen, den Wissensaustausch und die Vernetzung zwischen Forschung, Industrie und Politik.
Laufzeit: 2023-2027
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Katja Witzel
COST-Action CA23129 „Peace Research Community Europe (PEACE)”
Die Cost-Action „PEACE“ vereint eine trans-europäische, interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft, um aktuelle Herausforderungen für Frieden und Sicherheit in Europa und darüber hinaus besser zu verstehen. Schwerpunkte liegen auf den Themen Frieden und Klima, feministische Friedensansätze, Frieden und neue Technologien, lokale Friedensförderung sowie einer neuen Friedens- und Sicherheitsarchitektur in Europa. Ziel ist es, Forschung, Politik und Praxis zu inspirieren und gleichzeitig die Karriereentwicklung einer neuen Generation von Friedens- und Konfliktforschenden zu fördern.
Laufzeit: 2024-2028
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Prof. Dr. Tilman Brück
Beendet
COST-Action CA20106 „TOMORROW’S ‘WHEAT OF THE SEA’: ULVA, A MODEL FOR AN INNOVATIVE MARICULTURE (SEAWHEAT)”
Die COST-Action Seawheat untersucht das Potenzial von Meeresalgen, insbesondere des Gattung Ulva, für eine nachhaltige Nutzung in Europa und deren Anwendung in Ernährung, Tierfutter, Pharmazie sowie im Bereich Ökosystemleistungen. Ziel ist es, das bislang fragmentierte Wissen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzuführen, die biologische Forschung zu Ulva zu vertiefen und wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Durch interdisziplinäre Ansätze in Biologie, Ökologie, Aquakultur, Technik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Geschäftsmöglichkeiten und gesellschaftlicher Nutzen gefördert werden.
Laufzeit: 2021-2025
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechperson am IGZ: Dr. Anna Fricke
Weitere Netzwerke
EPSO
Die European Plant Science Organisation (EPSO) EPSO vereint als unabhängige akademische Organisation über 200 Forschungsinstitute, Abteilungen und Universitäten aus 31 Ländern, um die Pflanzenwissenschaft in Europa zu stärken. Die Mission von EPSO ist es, die Sichtbarkeit und den Einfluss der Pflanzenforschung zu erhöhen, Politikberatung zu leisten und die Koordination von Forschungsaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene zu fördern. Darüber hinaus unterstützt EPSO die wissenschaftliche Gemeinschaft, informiert über Fördermöglichkeiten und trägt dazu bei, pflanzenwissenschaftliche Forschung für aktuelle Herausforderungen in Züchtung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Ökologie und verwandten Bereichen zu nutzen.
Weitere Informationen: Webseite
Ansprechpersonen am IGZ: Dr. Marina Korn (institutionelle Ansprechpartnerin), Dr. Giuseppe Carlo Modarelli (Co-Vorsitz der Arbeitsgruppe „Gartenbau“), Prof. Dr. Monika Schreiner (Co-Vorsitz der Arbeitsgruppe „Ernährungssicherheit“)