Gemüse-Feldtag am IGZ: Forschung und Praxis im Austausch zum Freilandgemüsebau

07.09.2026
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Der Gemüse-Feldtag 2026 auf den Versuchsflächen des IGZ. Foto: IGZ/J. Vogt
Der Gemüse-Feldtag 2026 auf den Versuchsflächen des IGZ. Foto: IGZ/J. Vogt

Wie steht es um Kohl, Sellerie und Co., wenn Forschung und Praxis zusammenkommen? Am 3. September 2026 öffnete das Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ) in Großbeeren seine Versuchsflächen für den diesjährigen Gemüse-Feldtag. Rund 70 Landwirt*innen, Berater*innen sowie am Freilandgemüsebau Interessierte machten sich ein Bild von aktuellen Forschungsprojekten – nah am Feld und im direkten Gespräch mit den Wissenschaftler*innen.

Wie steht es um Kohl, Sellerie und Co., wenn Forschung und Praxis zusammenkommen? Am 3. September 2026 öffnete das Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ) in Großbeeren seine Versuchsflächen für den diesjährigen Gemüse-Feldtag. Rund 70 Landwirt*innen, Berater*innen sowie am Freilandgemüsebau Interessierte machten sich ein Bild von aktuellen Forschungsprojekten – nah am Feld und im direkten Gespräch mit den Wissenschaftler*innen.

Im Mittelpunkt standen Forschungsansätze, die Pflanzenschutz und Biodiversität miteinander verbinden: Anhand einer Mischkultur aus Kohl, Kornblume und Weißklee erläuterten die Forschenden, wie sich Ökosysteme im Feld gezielt für den Pflanzenschutz nutzen lassen (ökoZuG-BB). Der Ansatz soll dazu beitragen, den Einsatz chemisch-synthetischer Mittel langfristig zu reduzieren und gleichzeitig die biologische Vielfalt im Anbausystem zu fördern.

Weitere Stationen befassten sich mit der Qualität von Gemüsekulturen. Anhand von Versuchen mit verschiedenen Kohlsorten wurde gezeigt, welchen Einfluss Aussaat und Erntezeitpunkt auf die Bildung und Konzentration gesundheitsrelevanter Inhaltsstoffe des Gemüses haben können (VegAMIN, SharpGreens). Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse für die Optimierung von Anbaustrategien – auch unter Berücksichtigung der genetischen Vielfalt der Sorten – und Erntezeitpunkten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf regionalen Projekten (ROBUSTGemüse) sowie Modell- und Demonstrationsvorhaben (HumusFürGemüse, MuD Integrierter Pflanzenbau Brandenburg), in denen neue Maßnahmen unter Praxisbedingungen erprobt werden. Die Projektverantwortlichen stellten Ziele, Versuchsansätze und erste Erfahrungen aus den laufenden Vorhaben vor.

Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Untersuchungen zur Kultivierung von Artischocken unter den Standortbedingungen Brandenburgs (ökoZuG-BB). Die Feldversuche zeigten, dass das mediterrane Gemüse durchaus erfolgreich angebaut werden kann.

Wie moderne Technik den Anbau unterstützen kann, wurde anhand von Daten aus bodengestützten Sensorsystemen (TONIA) und Drohnen vorgestellt. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für standortangepasste Managemententscheidungen im Freilandgemüsebau.

„Solche Feldtage bieten eine tolle Gelegenheit, aktuelle Forschung direkt auf der Versuchsfläche zu zeigen, Ergebnisse zu diskutieren und gemeinsam mit der Beratung und Praxis neue Fragestellungen für den Gemüsebau zu entwickeln“, sagt Co-Organisatorin Dr. Sophie Stein.

Im Anschluss an die Führung nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Wissenschaftler*innen des IGZ. Die Diskussionen zeigten das große Interesse an praxistauglichen Lösungen für einen zukunftsfähigen Freilandgemüsebau und unterstrichen die Bedeutung des direkten Dialogs zwischen Forschung und Praxis.

Weiterführende Informationen
Handout zum Gemüse-Feldtag 2026: https://igzev.de/download_file/a83e7691-7c84-446e-9e01-965499f5e3ba/9

Vorgestellte Projekte: