Vom Reststoff zur Ressource: Pflanzenstärkung aus Spargelproduktionsabfällen
Höhere Temperaturen, längere Trockenperioden und ein steigender Druck durch Pflanzenschädlinge stellen Produktionsbetriebe in Gartenbau und Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es ein hohes Interesse, Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion im Sinne einer kreislauforientierten Bioökonomie zu verarbeiten.
In SPARKL werden die Expertisen des IGZ im Gemüsebau, Julius Kühn-Instituts in der Toleranzforschung, von PHYTOsolution bei Pflanzenstärkungsmitteln und von COMPOLYTICS in der spektralen Sensorik zusammengeführt, um biologische Präparate aus Spargelproduktionsabfällen zu entwickeln, die die Toleranzeigenschaften von Nutzpflanzen gegenüber Trockenstress erhöhen. Die Reststoffe enthalten hohe Gehalte an Kohlenhydraten, Aminosäuren und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, die sich für die Entwicklung biologischer Pflanzenstärkungsmittel eignen.
Am IGZ untersucht das Team um Projektleiterin Dr. Katja Witzel, wie sich aus den Spargelreststoffen geeignete Extrakte gewinnen lassen und welche Zusammensetzung diese haben. Anschließend auf ihre Wirkung bei Trockenstress an Blumenkohlpflanzen getestet. Ein wichtiger mitwirkender Betrieb ist das Spargelgut Diedersdorf, das die für die Forschung benötigten Spargelreststoffe bereitstellt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).
Mit der Verbindung von Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und anwendungsorientierter Forschung trägt SPARKL zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen für Gartenbau und Landwirtschaft bei.
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