IGZ bringt Expertise in DFG-Positionspapier zur Diversifizierung von Anbausystemen ein

29.01.2026
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Foto via Adobe Stock.
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Die Ständige Senatskommission Transformation von Agrar‑ und Ernährungssystemen (SKAE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem Empfehlungen zur stärkeren Diversifizierung pflanzlicher Anbausysteme formuliert werden. Mit Direktorin Prof. Dr. Nicole van Dam hat das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) seine Expertise in die Erarbeitung des Papiers eingebracht.

Die SKAE wurde von der DFG im Januar 2024 eingerichtet und besteht aus 18 Wissenschaftler*innen aus Agrar‑ und Ernährungswissenschaften sowie benachbarter Fachgebiete. Ziel der Kommission ist es, wissenschaftlich fundierte Orientierung für die Transformation von Agrar‑ und Ernährungssystemen zu geben, Politik, Praxis und Forschung Handlungsperspektiven aufzuzeigen und interdisziplinäre Lösungsansätze zu entwickeln.

Das Positionspapier adressiert zentrale Herausforderungen: stark spezialisierte, wenig vielfältige Anbausysteme, begrenzte Integration neuer Kulturarten, geringe Umsetzung diversifizierter Fruchtfolgen sowie fehlende technologische, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Es zeigt, wie vielfältigere Anbausysteme Resilienz, Nachhaltigkeit und Klimaanpassungsfähigkeit stärken können, ökologische Funktionen fördern, regionale Wertschöpfung sichern und die Ernährungssicherheit erhöhen.

„Als Mitglied der SKAE begrüße ich, dass wir mit dem Positionspapier konkrete Empfehlungen für zukunftssichere pflanzliche Anbausysteme formulieren konnten. Wir zeigen unter anderem auf, wie die Integration verschiedener Feldgemüsekulturen zur Diversifizierung von Ackerbausystemen und zur Erhöhung der Ernährungssicherheit beitragen kann.  Diese vergleichsweise schnell umsetzbaren Anpassungen werden nicht nur die Nachhaltigkeit und Klimaanpassungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft stärken, sondern zugleich auch die Biodiversität fördern und regionale Wertschöpfung sichern.“, sagt Prof. Dr. Nicole van Dam, Wissenschaftliche Direktorin des Großbeerener Instituts.

Das IGZ unterstützt die Umsetzung der im Positionspapier formulierten Empfehlungen durch Forschung zu nachhaltigen, diversifizierten Anbausystemen im Gartenbau. Die Expertise des Instituts trägt dazu bei, praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte verbinden.

Weitere Informationen:

  • Pressemitteilung der DFG: https://www.dfg.de/de/service/presse/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung-nr-02
  • Positionspapier zum Download: https://doi.org/10.5281/zenodo.18265758
  • Über die SKAE: https://www.dfg.de/de/ueber-uns/gremien/senat/agrar-ernaehrungssysteme