Projektabschluss InnoWert: Wildpflanzen als Chance für neue Wertschöpfungsketten

19.11.2025
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Nachtkerze vor dem Wärmekraftwerk in Jänschwalde. Foto: IGZ/K. Witzel
Nachtkerze vor dem Wärmekraftwerk in Jänschwalde. Foto: IGZ/K. Witzel

Nach zwei Jahren Forschungsarbeit wurde das Projekt „InnoWert“ am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt untersuchte die Wildpflanzen Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) und Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga) hinsichtlich ihres Potenzials für nachhaltige Wertschöpfung in Landwirtschaft, Pflanzenbau und Bodengesundheit.

Die Ergebnisse zeigen, dass verschiedene Nachtkerzen-Genotypen unterschiedlich auf Trockenstress reagieren und dabei spezifische Stoffwechselwege aktiviert werden. Darüber hinaus weisen Samenmehle der Kleinen Bibernelle vielversprechende antifungale Eigenschaften gegen den bodenbürtigen Krankheitserreger Rhizoctonia solani im Salatanbau auf, was auf mögliche Anwendungen im nachhaltigen Pflanzenschutz hindeutet. Beide Arten erwiesen sich zudem als robust gegenüber Bodenverdichtung und sind damit für unterschiedliche Standortbedingungen geeignet. Durch den Einsatz von Drohnen- und Hyperspektraldaten konnten Nachtkerzenbestände im Versuchsfeld präzise kartiert werden, was neue Impulse für modellhaften Anbau und digitale Methoden liefert um Boden-Pflanzen-Interaktionen analysieren.

Begleitet wurde das Projekt von einem intensiven Austausch mit Partner*innen aus Forschung, Praxis und Industrie, unter anderem im Rahmen von Konferenzen, Fachmessen und Workshops.

Weitere Informationen

Das Projekt InnoWert ist Teil von „Land-Innovation-Lausitz“ (LIL). LIL wird im Rahmen des Programms WIR! (Wandel in der Region durch Innovation) vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Partnerinstitutionen waren Fraunhofer IME, Fraunhofer UMSICHT sowie Forschungszentrum Jülich.